Nächste Runde: 2015.

Holldriho! ♥

Ich bin wieder da. Es ist wieder Fastenzeit. Und ich habe etwas mitgebracht: Neue Erfahrungen!

 

Viel ist passiert! Also nicht auf diesem Blog hier, den ich nach 3 kläglichen Beitragen einfach nicht mehr weitergeführt habe -Ich böses Mädchen!  Aber privat dafür.

Natürlich ist wieder Fastenzeit. Es ist also alles so wie letztes Jahr. Nur dass wir uns diesmal im Jahr 2015 befinden.

 

Retrospektive – Das rohe Jahr 2014. Wie ist es mir ergangen?

Zunächst einmal: Gut. Nach der Fastenzeit 2014 tänzelte ich in ein wunderbares Land der grünen Smoothies, Salate, Äpfel, Zuchini-Spiralschneider-„Spaghetti“, Blumenkohl-„Reis“ und vielem mehr. Bis Oktober war es für mich das Normalste und Einfachste und auch Leckerste der Welt einfach nur „roh“ zu essen. Ohne Probleme.  Ja, ihr lest richtig: Bis Oktober. Was war im Oktober?

 

Schummel-Oktober und Fuck-it-all-November

Fuck it. Das war im Oktober. Ich sagte mir einfach: Warum nicht einmal etwas Gekochtes essen? Einfach so aus einer Lust heraus. Nicht, weil ich die Rohkost „beenden“ wollte oder ich nicht weiterhin roh essen gekonnt hätte. Das wäre alles kein Problem. Aber ich bin eben so locker damit umgegangen, dass ich mir sagte: Ich finde es nicht schlimm etwas Gekochtes zu probieren. Dann ist es eben so. Es hätte also in keinster Weise damit zu tun gehabt, dass ich es unbedingt „gebraucht“ hätte oder dass die Lust darauf irgendwie stark oder unumgänglich gewesen wäre. Es war nicht so, dass ich 100% (oder annähernd) roh nicht „durchgehalten“ hätte – Ich hätte, wenn ich wollte, einfach weiterhin roh essen können. Es war eben eine Lockerheit und ein Nicht-zu-dogmatisch-sein-wollen. Ein: Joa, dann esse ich das jetzt einmal. Na und? Soetwas war es.

Der Oktober selbst bestand dann aus der ein oder anderen gekochten „Ausnahme“ aber überwiegend Rohkost. Dann kam eben der: Fuck-it-all-November. Ich weiß natürlich und sah es währenddessen natürlich auch so, dass Rohkost am Gesündesten ist, aber es war eben der Egal-November. Es war mir egal ob etwas jetzt gesund war solange es vegan war und mir geschmeckt hat. Natürlich versuchte ich weiterhin auf gewisse Bestandteile zu verzichten (wie z.B Zucker oder Gluten), aber ich habe trotzdem das ein oder andere Brötchen (!) im November gegessen und mit Gemüse belegt, wenn es übrig und ich hungrig war. Und danach dann einfach auch massenweise Schrott. Ernährungstechnisch gesehen Schrott. Aber ich sagte mir: Und? Du lebst nur einmal. Jetzt isst du das eben mal. Danach kannst du mit Rohkost weiter machen. Das sind dann jetzt eben im Kontrast zu den Fasten-Wochen eben die Vollfress-Wochen. Vielleicht vergleichbar mit den Tieren, die im Sommer mit wenig Nahrung auskommen und im Winter sich dann Winterspeck anfressen. Es wirkte auf mich auch irgendwie „natürlich“…also der Schrott, den ich teilweise fraß, war das nicht, aber das Gefühl: Joa, jetzt mach mal einpaar Wochen sowas und danach kannste du immer noch weiter machen und im Sommer hast du ja eh kaum Hunger auf feste Nahrung. Von allein. Weil: Ist so.

Wie ist mir das ergangen? Die ehrliche antwort: Nicht so schlecht, wie ich es mir selbst ausgemalt hatte, aber auch nicht wirklich „gut“. Es ist einfach wirklich so, dass gewisse Nahrungsmittel auf das Gemüt schlagen. Ja, ich werde depressiver wenn ich einige Nahrungsmittel esse und es gibt andere Nahrungsmittel (Obst, Säfte, Smoothies) welche deutlich die Stimmung bei mir heben. Ich will daraus an dieser Stelle keinerlei Pseudo-Wissenschaft oder „Regel für alle“ ableiten, aber: Bei mir ist es eben so.

 

Mein Körper gehört MIR – Und meine Figur gehört mir auch.

Ich bin ein Mensch der sehr schnell bei einer Ernährungsumstellung abnimmt, aber es trifft bei mir auch das Gegenteil zu: Sobald es wieder auch nur ein bisschen anders ist, nehme ich meist eben so schnell wieder zu. Da ich all dieses nicht (primär) aus figurtechnischen Gründen mache (Es ist für mich ja keine „Diät“), sondern um mich innerlich gut zu fühlen oder generell meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun ist es mir relativ gleich ob da jetzt einpaar Kilos mehr oder weniger sind. Natürlich ändert man sich aber nicht nur innerlich, wenn man wieder gewisse Sachen isst, die man zuvor noch aus seinem Ernährungsplan gestrichen hat, sondern auch körperlich. Eine Gewichtszunahme war schon festzustellen, aber solange ich Normalgewicht habe und mir meine meiste Kleidung noch passt habe ich damit nicht so viele Probleme wie scheinbar andere Menschen – Zumindest hatte ich November/Dezember keine Probleme damit und kam damit klar.

Es sind ja meist die anderen Menschen, die komisch reagieren. Aber das ist nicht mein Problem. Vor allem auch weil ich mich kenne und weiß wie schnell ich meistens abnehme, wenn ich wieder einpaar Sachen nur weglasse. Ich weiß dann meist, dass soetwas kein Dauerzustand ist sondern eben meist nur 1-2 Monate im Winter weil ich eben in der Zeit kurz Lust auf „fressen“ hatte. Eben wie bei diesen Tieren im Winterschlaf. Und ich bin wohl die geborene Schauspielerin, denn ich kann wirklich erschreckend schnell abnehmen und zunehmen, weil ich „weiß“ wie es geht. Andere Menschen haben oft mehr Probleme mit meiner Figur als ich. Ich hatte es schon einmal vor längerer Zeit, dass mir Jemand sagte, dass ich im Fernsehen ja ganz schön „propper“ aussehen würde (Bei Fernsehen/Fotos kommt es mMn sehr auf die Belichtung auch an). Als ich dann 5kg (!) weniger als zu diesem Zeitpunkt hatte, sagte mir die gleiche Person, dass ich ja jetzt „viel zu dünn“ sei. Auch ein Problem welches ich vor allem aus der Fasten- und Rohkostzeit des letzten Jahres kenne: Wie oft mich Leute schon als „viel zu dünn“ oder „Ja, jetzt höre aber mal auf mit deiner Rohkost“ oder nahezu „am Rande der Magersucht“ gesehen haben ist einfach lachhaft. Ich hatte auch dort immer noch Normalgewicht und es war zu keinem Zeitpunkt irgendwie „gefährlich“ oder gar „krankhaft“. Wenn ich den ganzen Tag Obst, Smoothies und massenweise riesige Portionen Salat, selbstgemachtes Rohkost-Eis und dergleichen esse und dabei sehr viel Spaß habe das zu tun und mich gut fühle und Spaß am vielen, leckeren und rohem Essen habe und dabei zufällig dünn werde, dann empfinde ich das *nicht* als magersüchtig. Diese „Höre damit auf du wirst jetzt viel zu dünn“-Kommentare finde ich daher einfach dreist. Als hätten andere Leute über meinen Körper zu bestimmen. Sorry, aber das habe nur ICH.

Mir wurden in meinem Leben bisher schon beide Sachen gesagt. Leute die sagen, dass ich ja „ganz schön pummelig“ sei, obwohl ich Normalgewicht habe (Und ich hatte in meiner Jugend schon einmal Übergewicht, daher kenne und merke ich den Unterschied gut und nur weil man jetzt anstatt einer 34 eine 36/38 trägt ist man jetzt nicht pummelig. Ich war schon einmal wirklich pummelig, da sah ich anders aus) und vor allem letztes Jahr eben verstärkt Leute, die meinten ich sei „viel zu dünn“ oder hätte „Magersucht“ obwohl alles im grünen und gesunden Bereich war. Natürlich im unteren Bereich, aber auf jeden Fall noch alles ok. Auch leichtes Untergewicht muss nicht ungesund sein. Man wird nicht, nur weil man 2kg leichtes Untergewicht hat sofort *puff* magersüchtig. Es sind wenn, die Verhältnisse zum Essen, die „gestört“ sind und wenn man gerade super motiviert Spaß daran hat sich einen frischen Saft zuzubereiten und mit voller Spaß seinen riesigen Salat isst, dann ist das alles andere als essgestört. Natürlich mag Rohkost allgemein auf Leute, die sich nicht so ernähren, erst einmal merkwürdig wirken, aber eine echte magersüchtige Person würde maximal einmal vom Apfel abbeißen und das wäre genug. Wenn ich zum Frühstück einen oder zwei Äpfel oder einen Smoothie frühstücke anstatt dicke Wurst- und Käsebrote wie andere Leute, dann bin *ich* nicht die Essgestörte. Ich finde es nicht schlimm wenn ich im Bereich des Normalgewichts einmal kurz mehr wiege und ich finde es auch nicht schlimm, wenn ich leichtes Untergewicht habe, obwohl ich zugebe dass ich mich schon wohler fühle und mehr Selbstbewusstsein habe, wenn ich weniger wiege und mir gefällt auch leichtes Untergewicht im *gesunden Bereich* und mit gesunder Rohkosternährung. Wem das nicht passt: Not my problem. Nicht alle Leute die modeln oder schauspielen und streng genommen leichtes Untergewicht haben sind deswegen gleich essgestört. Und auch ich bin und war es nicht und werde es nicht sein. Also hört auf Krankheiten reinzureden wo keine sind, nur weil ihr vielleicht nicht damit klar kommt, dass ich dünn werde. Leute haben verschiedene Ideale und verschiedene Vorstellungen davon was sie „gesund“ finden. Jeder geht seinen Weg. Ich meinen. Mein Körper gehört MIR! Ich habe mir letztes Jahr einmal angewöhnt jedes Mal, wenn andere meinen ich sei „zu dünn“ anzufangen diese Leute genau so dreist zu kritisieren. Nicht, weil dieses meiner Ansichten entsprechen würde, sondern um zu zeigen, wie sich das anfühlt. Bezeichnenderweise waren es oft Leute die selbst sogar übergewichtig (!) waren, die mir, als ich im unteren Bereich einfach „schlankes Normalgewicht“ hatte, einreden wollten, dass ich jetzt magersüchtig sei und „sofort zunehmen muss!“. MIR soetwas an den Kopf werfen darf man, aber wenn man den Leuten dann sagt, dass SIE noch die ungesünderen von uns beiden sind, dann fühlen sie sich angegriffen.

„Glücklicherweise“ habe ich dieses Problem momentan ja nicht, denn, wie erwähnt, ging der Egal-November mit einer Gewichtszunahme einher, welche mir nichts ausmacht, weil ich weiß dass sie schnell wieder weggeht. Und eigentlich mag ich es gar nicht, über so Figurkram zu labern, denn: Darum geht es mir nicht bei der Rohkost. Es ist maximal ein netter „Nebeneffekt“.

 

Der  Finde-deinen-Weg-Dezember

Nach der Fress-Orgie im November war ich mir dessen auch schnell über. Das ist das Gute: Irgendwann war von allein der Punkt da, dass ich nicht mehr solchen Müll weiteressen wollte. Ich wollte es mit der Rohkost wieder angehen, aber: lockerer sehen. Also habe ich im Dezember wieder Saft-Fasten gemacht…auch wenn ich es hier nicht dokumentiert hatte. Und von nun an war es ein Zwischending: Ich versuchte Gluten zu vermeiden, aber aß trotzdem unroh mit hohem Gemüse-Anteil. Auch an Weihnachten. Heiligabend aß ich sogar roh: Gurken-„Spaghetti“ mit Tomatensauce. Am 25. dann Spinat, Süßkartoffel, Rotkohl…gekocht aber einfach leckeres Gemüse. Und am 26 dann Raclette…aus Gemüse bestehend aber ja, ich hatte bei mir noch Reste von veganem Käse übrig, den ich nicht wegschmeißen wollte und dann dort aufbrauchte. Danach war alles so ein „Zwischending“….viel roh, viel gekochtes Gemüse, manchmal auch noch „anderer, veganer Kram“. Und jetzt ist wieder Fastenzeit und es heißt Saft-Fasten.

Wie es danach weitergeht? Oh, ich habe bereits ein Konzept für mich entwickelt. Ich bin aufgeregt es mit euch zu teilen.

Mehr dazu….im nächsten Blog 😉

 

Stay tuned. Love, light & unicorns. ♥

 

 

 

 

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Fast-Saften…äh…Saft-Fasten

Wie schon im vorherigen Post erwähnt mache ich Saft-Fasten. Ich könnte mich Stunden lang daran erfreuen, dass Saft ein Anagramm zu Fast ist und Saft-Fasten die gleichen Buchstaben enthält, sodass man diese lustig durcheinander nudeln kann. Fast-Saften, Saft-Saften, Fast-Fasten? Saft-Fasten! Soviel dazu.

Weil die Fastenzeit begonnen hatte und ich mir dazu etwas überlegen wollte und weil vor dem richtigen Beginnen mit Rohkost ohnehin ein Fasten angeraten wird, habe ich mich wie gesagt für ein 40-Tägiges Saft-Fasten bis Ostern entschieden.

Und was soll ich sagen? Ich habe Bergfest! Es sind 3 Wochen um, das heißt: Noch 3 weitere Wochen.

Es geht mir sehr gut und ich fühle mich glücklich und fit – Auf jeden Fall geht es weiter! Und mein Projekt für entweder noch Ende diesen Jahres (so vor der Weihnachtszeit) oder aber dann eben für nächstes Jahr in der Fastenzeit steht auch schon an: Wasser-Fasten! Das wäre dann das Nächste.

Aber erst einmal habe ich mit Saft-Fasten begonnen. Zunächst als Ziel nur zu trinken. Die erste Woche war noch ein wenig holprig, da ich meinen Entsafter erst einmal finden, wieder zusammenbauen usw musste, wobei ich aber eben doch schon Aschermittwoch genau anfangen wollte. Daher habe ich in den ersten Tagen der ersten Wochen leider auch 2-3 gekaufte Bio-Säfte vom Aldi getrunken. Das ist natürlich nicht Sinn und Ziel vom Saft-Fasten, aber ich wollte eben schon unbedingt loslegen und was keine Option gewesen wäre, wäre jetzt „normal“ weiter essen nach dem Motto: „Och, ich kann grad nichts entsaften…dann geht es eben noch nicht los! So, ich geh mir jetzt ein Soja-Schnitzel essen!“ – Das wollte ich dann auch nicht, denn das wäre noch doofer gewesen als gekaufte Bio-Säfte, die ich jetzt einfach als kleineres Übel aufgrund von Organisationsschwierigkeiten mit meinem Entsafter sehe. Und so sind vom Aldi der 100%ige Orangensaft, der Bio-Gemüsesaft und der Bio-Apfel-Sanddornsaft die ersten Tagen lediglich in meinem Magen gelandet, bis ich meinen Entsafter wieder startklar machen konnte. Dann ging es aber auch los mit lediglich selbst frisch entsafteten Säften 🙂

Außerdem trank ich in der ersten Woche manchmal Mineralwasser mit Kohlensäure, wenn ich bei meinen Eltern war, weil das da rumsteht (ich selbst habe das gar nicht mehr bei mir, aber wenn ich da bin, dann ist das überall verfügbar und ich trinke davon). Ich habe mir das zwar schon aus Kostengründen und weil es praktischer ist und weniger Müll macht bei mir Zuhause abgewöhnt mir diese Flaschen zu kaufen, aber habe wo anders immer noch einmal wieder Kohlensäure-Wasser getrunken. Ich möchte mir das gänzlich abgewöhnen Mineralwasser zu trinken. Fertiges Mineralwasser aus Flaschen ohne Kohlensäure nur zur Not wenn ich wirklich Durst habe und nichts Besseres zur Vefügung ist. Wasser mit Kohlensäure will ich mir für ganz und immer abgewöhnen 🙂

Hier einpaar Beispiel Rezepte:

* 1 Gurke

* 2-3 Sellerie-Stangen

* 1 Zitrone

* Etwas Ingwer

= Grüner Saft

 

Ich liebe grüne Säfte! Wer sie noch nicht kennt, der muss sie probieren! Sie sind wie grüne Smoothies nur in besser und entsafteter. Sie erfrischen sehr. Ich könnte mir einen Gurken-Sellerie-Zitrone-Ingwer-Saft auch sehr gut an einem heißen Sommertag als erfrischende Kühlung vorstellen…eventuell aus dem Kühlschrank oder mit Eiswürfeln. Ich werde euch eventuell im Sommer berichten!

* 1-2 Rote Beete

* 1-2 Äpfel

* 1/2- 1 Zitrone

*optional: Ingwer

= Roter Saft

 

Natürlich habe ich mir am Morgen auch gern den Klassiker, frisch gepresster Orangensaft, gemacht und sehr gern einen meiner Lieblingssäfte: Karottensaft! ❤

Ich liebe Karottensaft. Es ist schon etwas Ernstes, mit dem Karottensaft und mir und so gut wie er mir schmeckt, glaube ich, dass diese Liebe gegenseitig ist. Ein Heiratstermin steht noch aus. Ich finde Karottensaft einfach genial. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel davon trinke, denn dann könnte er mir vor lauter Freude irgendwann doch über werden. Aber bisher ist die Lust noch am lodern.

Dennoch: Mein „Entsafter“ ist Teil einer Küchenmaschine und kann zwar Einiges, aber er ist mühsam, dauert und ich kann damit keine Kräuter, Gräser oder Blätter entsaften. Dabei wollte ich doch genau das ausprobieren! Aber Jemand sehr Nettes hat mir da ihren neuen Entsafter tatsächlich geliehen (Tausend Dank, falls betreffende Dame es lesen sollte <3). Und mit ihm konnte ich dann noch mehr wagen:

* 1 Packung Babyspinat

* 1 Gurke

* 1-3 Stangen Sellerie

* 1 Bund Salbei

* 1 Bund Kerbel

* 1 Zitrone

* Ingwer

* 1 Grüner Apfel

 

Generell kann es beliebig erweitert werden – Ich hatte jetzt auch welche zu denen ich Römer-Salat entsaftete und Minze hinzu gab und Kerbel und mal mehr mal weniger Sellerie/Gurke/Zitrone. Mal mit und mal ohne Apfel. Ich hatte vor einpaar Tagen einen mit Kohlrhabi und Zucchini, Sellerie und Apfel. Sogar Brokkoli.  Einer meiner weiteren Favoriten Tomatensaft durfte natürlich nicht fehlen. An einem Tag wollte ich es obstig und es wurden Karotten, Orange, Apfel, Birne und eine Banane gemischt. Generell möchte ich von den reinen Obstsäften weg und nach Möglichkeit nur Gemüse-Säfte trinken – Obst zur Not zur Abrundung/Verstärkung des Geschmacks wie der grüne Apfel oder ein Demeter-Elstar-Apfel zur Roten Beete.

Trotzdem, auch wenn „so wenig Obst wie möglich“ mein Ideal ist, finde ich es als morgendlichen Genuss einmal ganz nett wenn die Sonne scheint. Und wenn mein Körper gerade Lust dazu hat, dann hat er Lust dazu 🙂 Gestern hatte ich urplötzlich so einen Durst auf  Traubensaft und ich setzte mich hin und genoss einen schönen, leckeren Traubensaft! Ich ging los, besorgte mir Trauben, entsaftete die und dann hatte ich worauf ich Gelüste hatte und konnte es genießen.

Unterwegs habe ich Glück, dass es bei mir eine Saft-Bar gibt und sonst an vielen zentralen Punkten einen Mr. Clou. Ich traue den dort in diesen Karaffen draußen rumstehenden Säften nicht so ganz (Wer weiß wie lange die da schon stehen?) aber man kann sich auch immer frisch etwas entsaften lassen und das dann sehen. Gut, bei mir im „Green Mango“ hatte der Typ mir einmal Orangensaft entsaftet (ich hatte nicht hingeguckt -.-) obwohl ich ausdrücklich Karottensaft sagte und er auch genug Karotten dort hatte, aber ich glaube das war ein Verständnis/Sprachproblem. Das nächste Mal war der Karottensaft aber besonders lecker.

Kurios finde ich noch, dass man bei Mr.Clou gefragt wird, ob man Öl in seinem Saft haben möchte. Ja, ganz richtig: Öl. Warum? Ich meine: Wer macht denn sowas? Öl in einen Saft? Wieso? Aber wenigstens wird man gefragt und kann dann natürlich verneinen. (Ich trinke doch keinen frischgepressten Saft um mir da Öl reinzuhauen…). Heute hatte ich mir dort auch einen Karotte-Rote Beete-Rettich-Sellerie-Saft bestellt und irgendwie fand ich den Verkäufer auch merkwürdig: Fragt er mich „Scharf oder nicht so scharf?“ Bin ich hier beim Döner-Mann? Wird der Saft „gewürzt“? Er meinte die Sellerie, da es sich hier um eine Knolle und um keine Stange handelte. „Ja, so viel Sellerie kann ich ihnen nicht rein machen, dann haben sie danach den ganzen Wagon für sich“. Hä? Ist Sellerie jetzt Knoblauch oder Chili? Ich habe das nicht verstanden und es war ein normaler, leckerer Gemüse-Saft. Er hat weder gerochen noch war es in irgendeiner Weise scharf – Sellerie ist nicht „scharf“, nicht einmal annähernd. Ich habe ihn glaube ich nicht ganz verstanden 😀

Jedenfalls sind so gekaufte Säfte To-Go auch nicht so super, aber immerhin sind die frisch gepresst und man kann da zugucken und wenn man gerade Unterwegs ist und etwas „im Magen“ braucht und mal eben nicht seinen Entsafter herzaubern kann, ist es auf alle Fälle eine gute Option. Ich versuche trotzdem in Zukunft weniger dort hinzugehen und nur noch dann wenn man wirklich lange irgendwo ohne etwas im Magen war und dann etwas braucht (wie heute^^). Ich gestehe, dass die ersten Male auch etwas Neugier und Appetit waren und diese Gewohnheit sich immer wenn man irgendwie unterwegs ist „etwas zu holen“. Das muss nicht sein. Es soll lediglich eine Not-Option bleiben und keine Gewohnheit werden. Wenn man noch ohne Saft eine Weile aushalten kann und sich dann Zuhause noch was entsaften kann, dann das. Zumal ein Saft ja teurer ist und man für das gleiche Geld viel mehr bekommt: Wenn ich 1kg Karotten für 1,50€ bekomme und 0,33L  2,60€ kosten, dann bekomme ich für das Geld Karotten wesentlich mehr Saft raus. Gut, dafür muss ich es dann nicht selbst entsaften und habe keine Arbeit damit sondern bekomme es eben schnell direkt. Allerdings erzeugt sowas auch immer leider Müll…immer diese Plastik-Becher mit Strohhalmen machen mich auch nicht glücklich. Naja, vielleicht einen Becher-to-go mitnehmen und fragen ob sie einem den befüllen. Mal gucken, wie ich das in der Zukunft gestalte 😀

 

Mein Ziel für die nächsten 3 Wochen?

– Weniger bis kein reiner Obstsaft mehr

– Mehr verschiedenes Grünes probieren (Spinat, Grüne Blätter, Pastinake, Rettich usw)

– Mehr Wildkräuter entsaften

– Gräser ausprobieren

 

Mal sehen was daraus wird – Ich halte euch auf dem Laufenden!

Gehabt euch wohl ♥

Wir sind Zusatzstoff-Junkies. Werdet clean!

Bevor man mit der Rohkost beginnt, sollte man fasten. Zur Darmreinigung, Entgiftung („Detox“ ist ein richtiges Trend-Wort geworden. Detox hier, Detox da. Sogar bei Mr. Clou am Stand konnte man von Detox-Säften lesen) und damit sich der Körper von all dem gekochten und verarbeiteten Essen entwöhnt und besser an die Rohkost gewöhnt.

Gesund = Langweilig?

Auch wenn ich dieses Problem gar nicht habe, so geht es ja Vielen: „Bäh, das schmeckt alles viel zu fade!“ „Das schmeckt langweilig!“ „Nee lange könnte ich das ja nicht durchhalten, denn danach habe ich wieder Hunger auf gekochtes Essen“. So oder so ähnlich dürften die Aussagen oder Gedanken bei einigen verlaufen, die Rohkost einmal probieren. Und manchmal betrifft das noch nicht einmal Rohkost: Wenn Leute, die viel industriell verarbeitetes Essen zu sich nehmen (auch Leute, die viel Zucker, auch den versteckten Zucker in Saucen, Brot und weiteren Gerichten essen), dann schmeckt ihnen auch gekochtes, gesundes Essen mit viel Gemüse oft erst einmal „fade“ oder „langweilig“. Deswegen scheitert gesunde Ernährung – Auch wenn wir von gekochter, gesunder Ernährung reden – bei vielen Menschen. Warum ist das so?

– Weil die Leute industrielle Nahrung gewohnt sind und viel mehr noch: Weil sie regelrecht süchtig gemacht werden. Wir werden manchmal schon von Kindesbeinen an auf gewisse Geschmäcker konditioniert – Und sei es das Kind, das einmal eine Süßigkeit mit Zucker bekommt (und möglicherweise noch fatalerweise mit Süßigkeiten getröstet wird, was ein gestörtes Essensbild von dem „Tröster“ namens Zucker früh manifestiert) oder was einmal in eine Fast Food-Kette geht (in dessen „Essen“ sich Zusatzstoffe befinden dass wir immer mehr davon wollen, damit diese Fast Food Kette auch immer mehr Geld verdient).

Getrügte Geschmacksnerven

Die Ernährungsindustrie ist ein großes Geschäft und hat ein Interesse daran, willige Kunden zu generieren, die immer mehr von dem wollen, was sie verkaufen, damit die Konzerne immer mehr Geld verdienen – Und wir krank werden und somit auch die Pharmaindustrie daran verdient. Wir werden süchtig gemacht, damit wir uns krank essen. Angefixt von Zucker, Weizen, Salz, Glutamat und weiteren Zusatzstoffen. Wir werden übergewichtig gemacht bis wir uns durch Essen krank und unattraktiv fühlen und dann kann man uns auch gleich die nächste „Diät“ verkaufen, das nächste Präperat oder den nächsten „Eiweiß-Shake“ oder sonstige bedenkliche Pülverchen. Dabei ist gesunde Ernährung einfach und günstig. Uns werden Vitaminpräperate und Vitamin-Pillen verkauft, wobei es doch die Ernährung ist, die uns mit allen Vitaminen optimal versorgen sollte.

Wer das Problem kennt, dass ihm gesunde Nahrung „fade“ schmeckt, die überwiegend aus Gemüse besteht ohne weitere Gewürze oder Tütchen oder Saucen und ohne Weizen und wer meint, dass er Nahrung, die frisch gekocht ist, ohne Zucker, Weizen, Salz und künstlichen Geschmacksverstärkern „langweilig“ findet – Wo frisches Gemüse doch das Natürlichste und Gesündeste ist, was man zu sich nehmen kann, da es einen mit allem versorgt, der ist wohl bereits in die Falle getappt, zu sehr an industrielle Nahrung oder diese „Zusatzstoffe“ gewöhnt zu sein.

Das ist ja der Grund, warum viele nicht bei einem gewürzten Chip bleiben können, sondern oft schnell die ganze Tüte leer ist. Der Grund, warum einige oft „Hunger“ auf Schokolade haben und dann mehr von der Tafel weg ist, als man dachte. Man ist ein Zusatzstoff-Junkie.  Der Grund, warum Essen ohne Zusatzstoffe „langweilig“ wirkt: Weil das meiste Essen gnadenlos mit chemischen Suchtstoffen überwürzt ist und wir das nicht merken und daran gewohnt sind und diese Stoffe extrem süchtig machen. Zucker – und es ist erstaunlich wo überall alles Zucker drin ist, wenn man explizit darauf achtet: Nicht nur in süß schmeckenden Nahrungsmitteln, sondern auch in Brot (Ja, von „karamellisiertem Zucker“ durfte ich auf einer Packung Brot hinten klein lesen. Und das war ein Brot welches „gesund“ und „vital“ rüberkam), jede Menge Zucker in Ketchup und sämtlichen Saucen wie auch Senf, in Gewürzmischungen die nicht süß sind wie z.B  Curry-Würzmischung vom Discounter und natürlich in eigentlich jedem Fertiggericht. Zucker ist ähnlich schlimm wie Heroin, was das Süchtigmachen anbetrifft.

Macht den Selbsttest!

TIPP: Jeder der möchte kann für sich ja einmal ausprobieren oder beobachten, wie viel von dem, was er so isst ein industriell verarbeitetes Produkt ist. Damit ist alles gemeint, das irgendwie verarbeitet ist und kein Grundstoff wie z.B  Gemüse, Obst, frische Hülsenfrüchte, Kräuter zum würzen, ist. Alles, was nicht selbst gekocht wurde. Sich genau ansehen, was dort drin ist. Auch im Trinken, wenn es kein Wasser ist. Wie oft sich Zucker, Salz, versteckte Glutamate und Geschmacksverstärker ( auf Verpackungen auch getarnt als E-Nummern und Zahlenkombinationen, versteckt als schwierige chemische Worte oder verschleiert als „Aromen“ oder „Gewürze“ oder „Hefe-Extrakt“) darin befinden. Wie oft er Weizenhaltiges isst. Und er kann den Test machen, wenn er mag: Für einige Zeit (am Besten länger als eine Woche, da man selbst und der Körper Änderungen, die nur eine Woche passieren, wenig wahrnimmt. Der Versuch sollte schon mindestens 20 Tage gehen, wenn man die Änderungen beobachten möchte!) auf verarbeitete Produkte verzichten.

Das Essen mit Zitronenspritzer (Ja, Zitronensaft ist ein natürlicher Geschmacksverstärker der nicht süchtig oder krank oder „Hunger auf mehr“ macht, sondern einfach nur Geschmack verstärkt) und frischen Kräutern würzen und so wenig Zutaten wie möglich, so viel Gemüse wie möglich, essen. Auf Zucker, Salz, Zusatzstoffe und Weizen verzichten (zur Not erst einmal als Umstellung andere frische Getreidearten probieren wie Amaranth, Hirse und Quinoa – wobei man auch aus anderen gesundheitlichen Gründen so wenig wie möglich solches „füllendes“ Getreide zu sich nehmen sollte. Ein frischer Salat oder Gemüse als Beilage oder Hülsenfrüchte sind da besser. Diese nudeligen Beilagen oder auch Brot können auf andere Weise süchtig machen). Fett nur in Form von Nüssen, Samen, Avocados oder hochwertigen Bio-Ölen und das in Maßen (Es sind hier Tipps für Leute, die Gekochtes oder vielleicht sogar unvegan essen und dieses beibehalten wollen als Umstellung erst einmal. Auch Öle sind nicht immer das Wahre, aber besser als andere, vor allem tierische Fette). Hunger auf Süßes stammt oft noch aus der Urzeit: Wenn wir damals Hunger auf Süßes hatten, dann wollten wir vor allem die Vitamine aus dem Obst haben. Daher sogenannten „Süßhunger“ einfach mit frischem Bio-Obst „bekämpfen“. Für den „Hunger Zwischendurch“ immer einmal rohes Gemüse und große, frische Salate essen undzwar so viel, bis man genug davon hat! (Denn von gesunden Sachen wie z.B grünes Blattgemüse, kann man quasi so viel Essen wie man nur möchte. Das ist ja das Tolle! Da es aber ohne diese Zusatzstoffe ist, wird man auch schneller satt davon) Und für wen das nun sehr fade erscheint oder wem es sehr schwer fällt dieses 20 Tage durchzuhalten, der sollte sich erst einmal entwöhnen und entgiften.

Also egal ob man sich einfach gesündere Ernährung als vorher angewöhnen will oder ob man Rohköstler werden will: Eine Entgiftung tut gut und man bekommt ein neues Körpergefühl und nimmt Nahrung danach wieder viel intensiver wahr. Die Geschmaksnerven sind nicht mehr so getrübt durch die „Gifte“ die vieles „fade“ schmecken lassen.

Mein Weg. Mit Umwegen.

Ich persönlich hatte keine großen Probleme mit der Rohkost. Bei mir ist es die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt und an Ostern endet, die mich letztes Jahr dazu inspiriert hatte rohköstlich zu essen. Ich habe in der Fastenzeit also Rohkost gegessen und es hat mir so viel Spaß und Energie gebracht, es hat mir so gut getan und meine Stimmung gehoben, dass ich mir sagte: Dabei bleibst du! Ich habe es mir aber nicht fest vorgenommen, sondern einfach experimentiert und beobachtet (Vegan war ich damals ja schon gut 1 Jahr – Inzwischen sogar 2 Jahre).

Aus Neugier habe ich dann wieder Unrohes probiert und ich bemerkte: Das ist kein Gewinn. Es schmeckte alles nicht so toll, wie ich dachte, dass es schmecken würde. Ich hatte es nicht wirklich vermisst. Das war eine seltsame Entzauberung. Ich hatte das meiste Essen irgendwie „geiler“ in Erinnerung und dann waren Pommes für mich nur noch mehlige, fettige Stäbe, die nicht mit einem würzigen, knackigen Salat konkurrieren konnten. Meine geliebten Nacho-Chips waren überwürzte Mais-Plättchen, die mir nicht gut taten und ich bemerkte wie ich durch die Glutamatwürzung auf ihnen nicht nur mehr Hunger bekam, sondern wie diese Würzungen auf die Stimmung schlägt und launischer macht. Ich konnte das richtig an mir wahrnehmen. Mein Körper rebellierte zu Beginn nachdem ich dann wieder Nudeln aß. Ich bemerkte: Für soetwas ist der Körper gar nicht gemacht, das verträgt er nach der Rohkost-Phase gar nicht mehr richtig.

Und trotzdem hatte ich irgendwie doch noch einmal Lust gewisse Dinge noch einmal zu probieren, bevor ich dann, im darauffolgenden Jahr, Rohköstlerin werden würde. Und nach einiger Zeit war ich auch wieder in diesem Sucht-Modus drin und ich habe an mir bemerkt, wie schnell man dem Körper an-  aber auch aberziehen kann auf diese Zusatzstoffe zu stehen. Ich kenne da beide Seiten – Glaubt mir! Ich kenne es wenn man Hunger auf diese Sachen hat und sie „geil findet“ und aus früheren Zeiten, als ich jünger war, kenne ich es auch dass man Gemüse oder Salat „langweilig“ findet. Was soll ich sagen? Ich kenne es nun frisches Gemüse und Obst einfach sexy zu finden und verarbeiteten Kram dagegen „überwürzter, fettiger Fertigscheiß“. Ich kenne auch das Gefühl sich zu sagen: „Ja, es ist ungesunder Mist, aber es ist halt lecker. Scheiß drauf!“. Ich werde noch einmal detaillierter, in einem anderen Post darauf eingehen, aber ich habe Ende letzten Jahres/Anfang diesen Jahres es auch noch einmal ein „letztes Mal“ so praktiziert und es „Henkerszeit“ genannt. Essensmäßig noch einmal alles Ungesunde mitgenommen und mich damit gleichzeitig endgültig davon „verabschiedet“, da ich es danach endgültig aus dem Ernährungsplan streiche. Fakt ist: Die Sachen sind im Grunde gar nicht so geil, wie sie uns vorgegaukelt werden (und das trifft ja leider nicht nur auf Essen zu, sondern auf Vieles im Leben!) und die wirklich guten Sachen muss man sich oft erst wieder angewöhnen und langsam entdecken, wie phänomenal Amok-Geile-Sau-Geil sie eigentlich sind! Wie Gemüse und roher Salat im Vergleich zu einem Burger mit Pommes eigentlich viel leckerer ist

Jetzt aber richtig!

Es ist jedenfalls nicht verkehrt, sich zu entgiften. Und nun fasste ich wieder die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern ins Auge – um danach wirklich Rohköstlerin zu werden und Rohkost nicht nur ein „Projekt“ oder „mal längere Zeit ausprobieren“ sein zu lassen, sondern es zu leben.

„Fasten“ bedeutet „beobachten“ und genau dazu ist die Fastenzeit da: Etwas auszuprobieren und sich zu beobachten wie man damit zurecht kommt. Sich zu erforschen. Sich auf eine Probe zu stellen (und ich verweigere den Begriff „Challenge“. Warum muss immer alles eine „Challenge“ sein?). Inne halten und in der Überflussgesellschaft auch einmal Verzicht üben. Ich finde das sehr toll!

Es gibt verschiedene Arten des Fastens z.B Wasser-Fasten, Basen-Fasten oder Saft-Fasten. Ich habe mich erst einmal für das Saft-Fasten entschieden.

Und wie ich damit zurechtkomme? Was ich so mache?

Tja, das erzähle ich euch im nächsten Blog-Post… 😉

Bleibt dran und gehabt euch wohl ♥

Ich werde roh.

Ich werde roh. Wie das klingt. Das Wort „roh“ wird häufig mit „rau“ assoziiert, mit „grob“. Es hat einen Unterton, der an ein vorgefertigtes Bild von scheinbar primitiven Neanderthalern denken lässt: Rohe Gewalt. Roher Umgang. „Roh“ das klingt wie etwas Unfertiges. Wie etwas, das noch im Prozess ist. Rohmasse: Daraus wird noch etwas geformt. Es ist noch nicht. Lediglich nur die Ausgangsform, der Bestandteil. Rohstoff. Sicherlich kann man argumentieren, dass auch Rohmasse bereits alles ist was man aus ihr Formen kann. Wie eine Zelle beherbergt sie bereits alles, was sich theoretisch aus ihr bilden lässt. So ist der Asphalt bereits die Straße, die aus ihm besteht. Und die Sprünge und Schlaglöcher, die sich auf ihm bilden. Ist Gras welches durch diese kaputten, noch nicht einmal entstandenen Vorsprünge, wächst. Ist Regenwasser, welches diese Schlaglöcher füllt. Jeder Fußabdruck, der auf ihm geht. Jedes Auto, welches auf ihm fährt. Und bevor ich nun abschweife und ein harmonisches „Wir sind alle eins“-Summe und damit in einen zufriedenen Singsang verfalle, welcher mir selbst gar nicht gefällt, mache ich es kurz:

Ich werde Rohköstlerin.

Und hier mag ich nun gar nicht bewerten, wie es klingen mag oder was ein Jeder damit verbindet. Welche stereotypen Bilder nun in den verschiedenen Köpfen auftauchen mögen – oder welche Fragezeichen.

„Roh“ bedeutet jedenfalls für mich: Frisch, lebendig, voll von Energie. Denn wenn etwas „gekocht“ ist, dann ist es eine abgekochte Masse, ist tot. Ich ernähre mich – sozusagen – von „Lebendigem“.

(Auch wenn dann natürlich all die plötzlichen, selbsternannten „Pflanzenschützer“ mahnend den Zeigefinger erheben und sich um das Wohl und Leben der Pflanzen sorgen werden, diese „Und du tötest Tomaten!“-Leute, die auch dann immer auftauchen, wenn man von seinem Veganismus erzählt – und das obwohl diese „Was ist denn mit den armen Pflanzen?“-Fraktion selbst sogar unvegan lebt und gar nicht bemerkt, dass sie den Pflanzen, die ihnen urplötzlich so Leid tun, ja sogar noch mehr schaden. Also, wenn dieser Einwand von Frutariern kommt, dann ist das eine andere Sache, aber dieses „Was ist denn mit den armen Pflanzen du Mörderin? Höhö“ kommt ja eben in der Regel von Fleischessern, die sich witzig vorkommen, wenn man erzählt dass man sich vegan ernährt. Doof nur, dass man ihnen nahelegen kann sich dann doch einfach frutarisch zu ernähren, wenn ihnen die Pflanzen so Leid tun – Aber diese Debatte möchte ich hier jetzt gerade nicht führen).

Roh bedeutet für mich, dass man etwas isst, wie es kommt. Dass man etwas nicht großartig verarbeitet (wohl schmackhaft zubereitet, aber nicht ver-arbeitet). Es ist also nicht „unfertig“, sondern eben pur. So wie es ist. Nicht gekünstelt, nicht verschlimmbessert, nicht verfälscht, sondern natürlich so, wie es daherkommt.

Das Wort „roh“ drückt für mich daher keine Unvollkommenheit, sondern viel mehr eine Natürlichkeit aus. Unverfälschter Purismus.

Ja, ich bin nicht mehr nur Veganerin. Ich esse nicht mehr nur nichts, das von Tieren stammt oder unter Ausbeutung von Tieren entstanden ist, sondern nun auch nichts, das über 42°C erhitzt worden oder industriell verarbeitet worden ist. Ja, das mag für Außenstehende kurios klingen. Muss es aber nicht 🙂

Es ist nicht „kalt“, sondern hat die Temperatur, die der Körper am Besten aufnehmen kann.

Sagt die Rohköstler-Mutter zu ihrem Kind: „Kind, komm, dein Essen wird unter 42°C!“

Ich werde roh. Und ich habe Spaß daran!

Meinen Weg dahin und weitere Infos werden in diesem Blog folgen!

Gehabt euch wohl! ❤